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Die meisten Organisationen haben einen Krisenplan. Irgendjemand hat ihn geschrieben. Irgendjemand hat ihn abgeheftet. Und in dem Moment, wo er gebraucht wird, kennt ihn niemand.
Das ist kein Einzelfall. Das ist die Regel.
Und es zeigt etwas Unbequemes: Resilienz lässt sich nicht delegieren. Nicht an ein Dokument. Nicht an eine Stabsstelle. Nicht an einen Berater, der in der Krise angerufen wird.
Sie muss in der Organisation selbst sitzen. In den Routinen. In den Meetings. In der Art, wie abweichende Wahrnehmungen – Bauchgefühle, Störgefühle, leise Zweifel – überhaupt erst in die Kommunikation kommen dürfen.
Und das, sagt Annette Gebauer, ist eine Frage der Organisationsgestaltung. Nicht der Krisenplanung.
In der heutigen Episode spricht Christina Grubendorfer mit Annette Gebauer. Annette ist Geschäftsführerin ihres eigenen Beratungsunternehmens und seit Jahren in sicherheitsorientierten Hochrisiko-Organisationen unterwegs. Dort, wo Resilienz kein Managementbegriff ist, sondern eine operative Notwendigkeit.