Was wäre wenn? Brauchen wir mehr Wildes Denken? In der Wirtschaft?

Wildes Denken, eine Beschreibung des Ethnologen Lévi-Strauss zur Weltsicht indigener Völker, ist die Kombination von „Bruchstücken“ der sinnlichen Wahrnehmung und vergangener Ereignisse, die mit Hilfe der Einbildungskraft zu konkreten Bildern und Geschichten verarbeitet werden. Es geht darum, alles miteinander in Zusammenhang zu setzen und so einen ganzheitlichen Zugang zur Wirklichkeit zu schaffen. Das Wilde Denken kann die abstrahierte, rationale Erklärung ergänzen. Welche Möglichkeiten sich dafür auch in der Organisation bieten, besprechen Christina Grubendorfer und Jens Kapitzky.

Jens Kapitzky ist 1965 in Waldheim, Sachsen, geboren und in der provinziellen Mitte zwischen Leipzig, Dresden und Chemnitz aufgewachsen. Nach der Verweigerung des regulären Wegs zum Abitur Ausbildungen und Tätigkeit als Buchdrucker und Buchhändler. Nach 1989 arbeitete er in der politischen Erwachsenenbildung und studierte – als Praxisbewerber – in Essen Kommunikationswissenschaft, Germanistik und Politikwissenschaft. Ab 2000 für 15 Jahre beim Klett-Verlag im Bildungsbereich tätig, davon fünf Jahre als Geschäftsführer des Österreichischen Bundesverlages in Wien.
Seit 2015 Metaplaner und seit 2018 Leiter der Metaplan Academy.