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Was, wenn das Problem in deiner Organisation eigentlich die Lösung für ein ganz anderes Problem ist?
Ein Meeting endet ohne Entscheidung. Schon wieder. Die Erklärung liegt meistens schnell parat: die Führungskräfte sind zu unentschlossen, das Team ist ineffizient, irgendwer traut sich nicht, Position zu beziehen. Das Problem ist aber selten die Person. Sondern das Muster, in dem sie steckt.
Organisationen bringen ihre eigenen Probleme oft selbst hervor, immer wieder aufs Neue. Denn ein Problem ist kein Zustand, sondern ein Ablauf, der Tag für Tag reproduziert werden muss. Sonst wäre es einfach weg. Für Lösungen gilt genau dasselbe.
Und ausgerechnet Führungskräfte tragen die Spannung dabei besonders oft. Sie sollen klar Position beziehen und gleichzeitig niemanden verprellen. Loyal zur Organisation sein und loyal zum eigenen Team. Kein Wunder, dass ein oberer Führungskreis manches Meeting lieber vertagt, als eine Entscheidung zu riskieren, die im eigenen Team wie Verrat wirken könnte.
Genau diesem Mechanismus geht Christina Grubendorfer im neuesten Short Dive des becomebetter Podcasts nach. In der kurzen Solo-Reihe liest sie ein Kapitel aus ihrem Buch The Real Book of Work vor, das sie gemeinsam mit Christina Ackermann geschrieben hat, und nimmt dich mit in die Frage, wie Spielregeln und Muster das Verhalten in Organisationen prägen, lange bevor es um einzelne Personen geht.
Du nimmst aus diesem Short Dive mit:
- Warum die Erklärung „das liegt an der Person“ fast immer zu kurz greift, wenn sich ein Verhalten in einer Organisation wiederholt.
- Mit welchen drei einfachen Fragen du ein Muster sichtbar machst, das in deinem Team oder Unternehmen immer wieder abläuft.
- Wieso ein als Problem erlebtes Verhalten manchmal die Lösung für ein ganz anderes, größeres Problem ist.